Montag, 22. März 2021

22.3.2021

 


Unsere großen Fichten zeigen mir, wie das Leben geht.

Nach dem Mittagessen sitze ich am Tisch vor dem Fenster und genieße einen Kräutersirup, den ich von unseren Kräutern im Sommer gemacht habe. Die Nachrichten im Radio haben nichts erfreuliches über die momentane Situation berichtet. Das ewige Für und Wider. Einer sagt was, der andere kämpft dagegen. Gedankenverloren schaue ich aus dem Fenster. Draußen bläst ein ziemlich starker Wind. Ich beobachte unsere zwei sehr hohen Fichten, die nahe an einander stehen und sich schon aus diesem Grund Halt geben. Ihre Wurzeln ,die sie in den Jahren tief in die Erde gesenkt haben, geben ihnen eine gute Standfestigkeit. Ihre Wipfel und die Äste allerdings sind sehr beweglich. Wenn ein Windstoß in sie hineinfährt, bleiben sie nicht starr und kämpfen gegen den Wind an, sondern sie lassen los, lassen sich bewegen, lassen sich in eine neue Position bringen und schwingen wieder zurück. Ich habe das Gefühl, es macht ihnen richtig Spaß und sie schwingen mit dem Wind, sie schwingen mit dem Leben. Ja, sie tanzen förmlich.

So können ihre Äste oder gar der Wipfel nicht brechen.

Ich nehme mir vor, gleich wie die Fichten, mit dem Leben mit zu schwingen. Mich auch vom Leben in eine neue Position bringen zu lassen. Wahrscheinlich habe ich dann eine andere Sichtweise und ich entdecke etwas ganz neues für mein Leben. 

Ich genieße weiterhin die Ruhe, die ich bekommen habe. Durch den Sturm, der gerade in unsere gesamte Menschheit fährt und vieles nicht möglich macht, das vorher selbstverständlich war.  

Allein das ist schon eine wertvolle Sichtweise!

Lassen wir uns bewegen und auf etwas Neues freuen!


Samstag, 13. März 2021

13.3.2021

 

Am Abend sind mir Gedanken gekommen, die ich in dieser Weise noch nie hatte und die mich sehr berührt haben.

Ich sah meinen Körper von einer ganz neuen Perspektive.

Ich bemerkte, dass er seit 71 Jahren atmet, dass sein Herz seit 71 Jahren unermütlich schlägt, dass jedes Organ weiß, was es zu tun hat. Ich brauch nach dem Essen nicht daran zu denken, dass jetzt ein bisschen Gallensaft dazukommt oder irgend welche Säfte zum Verdauen, wo die Nahrung gerade hin transportiert werden muss. Dazwischen muss ich darauf achten, dass mein Herz regelmäßig weiter schlägt und mein Blut in die richtige Richtung pumpt. Atmen soll ich auch noch....Da hätte ich viel zu tun. In diesem Fall könnte ich nicht so gemütlich in meinem Atelier sitzen, Schäfchen filzen und mir Gedanken über meinen wunderbaren Körper machen..

Ich denke auch daran, wie die Seelen meiner Kinder sich entschlossen haben, zu mir zu kommen, um ein Leben auf dieser Erde leben zu können. Mein  Körper hat ganz genau gewusst, was er tun muss, um dieser Seele ein Zuhause zu bauen. Nämlich einen menschlichen Körper, mit allen Funktionen und Fähigkeiten, wie sie auch mein Körper hat. Dabei hatte ich nichts zu tun. Nach wenigen Monaten lebte in meinem Körper ein neuer Mensch. Klein, hilfsbedürftig zwar aber ausgestattet mit allen Fähigkeiten, wie mein Körper sie hat. Eine eigene Persönlichkeit mit Anlagen und Begabungen auf die ich bewusst keinen Einfluss habe. Das ist für mich jetzt besonders sichtbar, wenn ich meine drei erwachsenen Kinder betrachte. Drei wundervolle Persönlichkeiten, jede einzigartig.

Mein Körper wusste auch ganz genau, wann der kleine neue Mensch in sein eigenes Leben geschubst werden sollte und entwickelte dafür enorme Kräfte. Gleichzeitig produzierte er Nahrung für ihn, mit allen Stoffen versehen, um dieses Wunder am Leben zu erhalten und  wachsen zu lassen. Der Körper dieses kleinen Menschen weiß ebenfalls genau, wie er funktionieren muss.

Ich gestehe, diese Gedanken haben in mir ein ehrfürchtiges Gefühl hervor gebracht. Meinem Körper und der Schöpfung gegenüber!

Mein Körper hat also drei solcher Wunder geschaffen. Ohne mein Zutun. Heute Morgen habe ich im Spiegel jemand anderen gesehen. Da war es mir egal, dass ein kleiner Pickel auf meiner Nase mir entgegen leuchtet. Er sagt mir nur, dass das Stück Schokolade gestern ein wenig zu groß war.

Sehr dankbar und behutsam gehe ich in diesen neuen Tag!




Donnerstag, 11. März 2021

11.3.2021

 

Das war wirklich eine lange Schreibpause!

 Den Grund dafür zeigen die nachstehenden Fotos. Gott sei Dank haben die meisten Menschen ihre Lebensfreude behalten. Entweder möchten sie lieben Menschen eine Freude bereiten oder auch sich selbst. Wenn viele jetzt mehr Zeit zu Hause verbringen, soll das auch schön geschmückt sein.

Ich habe nun das große Glück, dafür etwas beitragen zu können. Wenn es jetzt auch nicht möglich ist, mich in meinem Atelier zu besuchen, weil mein Mann und ich ein entspanntes Leben haben wollen und uns nicht mit aufpassen und dauernden desinfizieren beschäftigen möchten, gibt es eben den Online Shop.

Der hat sogar viele Vorteile. Man kann zu jeder Zeit, auch wenn ich schlafe, darin herumspazieren und gustieren. Falls etwas gefunden wird, kann es gleich per Knopfdruck gekauft werden. Der Briefträger bringt es ins Haus. Da ich für jeden Einkauf das Porto übernehme, erspart man sich das Porto und die Fahrtkosten, die sonst bei einem persönlichen Besuch anfallen würden.

Falls jemand herumspazieren möchte, hier das Eingangstor.

Mein Onlineshop










Auf meinem PC war ein wunderschönes Foto. Ein abgeerntetes Getreidefeld, unendlich weit, so weit, dass es am Ende mit dem Himmel zusammen gestoßen ist. Es macht den Anschein, da geht es nicht weiter. Ich denke mir, in dieser besonderen Zeit könnten manchmal solche Gedanken daherkommen, dass man ansteht und das Gefühl bekommt, es geht nicht weiter. wir haben keinen Plan, wie das geschehen soll. Ich glaube, es ist bestimmt wie auf dem Foto. Ich sehe zwar nicht, dass es weiter geht und schon gar nicht wie. aber mit Sicherheit gibt es danach noch eine Landschaft. Natürlich nicht das gleiche abgeerntete Getreidefeld. Vielleicht einen wunderschönen Wald oder eine Wiese oder einen Berg.... Auch wir alle werden eine neue wunderbare Landschaft erleben. 
Ich freu mich drauf!


12.9.2022

  Ich sitze am Küchentisch und schaue aus dem Fenster.  Vor mir steht noch immer unsere Sonnenblume, die ich im letzten Bericht beschrieben ...