Montag, 29. Juni 2020

29.6.2020


Heute lade ich Sie ein, mit mir durch unseren Garten zu schlendern. Am Morgen, nach dem Frühstück, bevor mein Arbeitstag beginnt,  mache ich gerne einen Rundgang durch den Garten.

Das sind die Nachtkerzen. Vor vielen Jahren, vielleicht 30 oder mehr, hat mein Mann auf meinen Wunsch hin, eine Pflanze für mich auf einer Schutthalde ausgegraben. Sie war so dankbar dafür, dass sie sich in unserem Garten jedes Jahr noch mehr vermehrt.
Jeden Abend öffnet sie ruckartig einige Blüten. Oft stehen wir staunend davor und verfolgen mit großer Begeisterung dieses Schauspiel. Die Blüten verströmen einen süßen, betörenden Duft. Mein Mann und ich stecken begeistert unsere Nasen hinein und möchten am liebsten in dieser Position bleiben. Mit gelben Nasenspitzen setzen wir unseren Gang durch den Garten fort.
Die Nachtkerze verströmt eigentlich nicht für uns diesen Duft. Sie möchte die Nachtschwärmer anlocken, damit sie ihre Blüte bestäuben. Wenn es dunkel ist, leuchten sie wie Laternen.




Am Morgen, wenn die ersten Sonnenstrahlen kommen, verwelkt jede Blüte. Wenn ich schnell genug bin, sammle ich noch einige für unseren Salat.




Momentan explodiert der Garten förmlich. Es quillt aus der Erde hervor. In verschiedenen Farben und Formen und Größen. Ein Fest für alle Sinne!
Leben pur!






Freitag, 19. Juni 2020

19.6.2020




Meine neueste Arbeit ist fertig.
Da der Löwenzahn für mich eine große Rolle spielt, weil wir das ganze Jahr über fast täglich ein paar Blätter im Salat essen, möchte ich ihn auch für Kinder schmackhaft machen.
Das Löwenzahnkindchen ist eine Fingerpuppe






Dazu gibt es eine kindgerechte Geschichte, in dem diese wunderbare Pflanze vorgestellt wird.
Auf meiner HP www.resibayer.npage.de finden Sie näheres.





Montag, 15. Juni 2020

15.6.2020





Ein nächtlicher Streifzug durch den Zaubergarten. 
Ein spannendes Abenteuer!








Ich genieße nicht nur den Garten. Auch in meinem Atelier geht es spannend zu.
Ein Baumstamm mit vielen Höhlen beherbergt diese Fuchsfamilie, eine Hasenfamilie, einen Marder, eine Eule und 2 Eichkätzchen.
Ein besonderes Geburtstagsgeschenk für ein kleines Mädchen, das die Natur liebt.




Es war für mich eine große Freude, so ein wunderbares Spielzeug herzustellen.

Freitag, 12. Juni 2020

12.6.2020




Gestern, am Fronleichnamstag, gehe ich fast wie jeden Tag nach dem Frühstück durch den Garten. Die Sonne scheint, blauer Himmel, der Klatschmohn blüht mit den großen Waldglockenblumen um die Wette. Hummeln, Bienen und viele andere Insekten wuscheln sich voll Gier in die Mitte der Blüten und kommen gelb angestaubt wieder zum Vorschein. Ein reger Flugverkehr der vielen verschiedenen Vogelarten in der Luft. Einfach traumhaft. Paradiesisch. Ich setze mich auf ein Stück Baumstamm von unserem Apfelbaum in die Sonne und denke über das Leben nach.

Wenn wir Menschen auf die Welt kommen, sind wir Gärtner. Unser Garten ist unser Leben. Jeder bekommt zwei Körbe mit, die mit unzähligen Samenkörnern gefüllt sind. In einem Korb sind Samen für wunderschöne Blumen, die der Seele gut tun und Samen für Heilkräuter. Im zweiten Korb sind Samenkörner von Pflanzen mit spitzen, scharfen Dornen, die die Seele verletzen.
Jeder Gedanke, jedes Wort eines Menschen ist ein Samenkorn. Jeder Gärtner darf wählen, welches Samenkorn er mit seinen Gedanken und Worten ausstreut.

 Nur er allein hat die Wahl, nur er allein ist dafür verantwortlich!

 Es sind besondere Samenkörner, denn jedes wächst garantiert, keines ist dabei, das keine Wirkung hat.
Jeder Gärtner kann an seinem Garten, nämlich seinem Leben sehen, welche Samen er gestreut hat.
Wenn er zu viele Samen für verletzende Dornen gestreut hat, kann es sein, dass er sich selbst mit einem oder mehreren Menschen in einer immer dichter werdenden Dornenhecke so verstrickt, dass schwer verletzte Menschen darin hängen bleiben.
Wenn man aus Unachtsamkeit einen verletzenden Samen erwischt, hilft es, wenn man schnell einen oder mehrere Samen von Heilkräutern sät.
Ich wünsche jedem von Ihnen einen reich blühenden Garten!

Donnerstag, 4. Juni 2020

4.6.2020




Ich stehe, wie so oft am Tag, wenn ich von meiner Arbeit im Atelier eine kleine Pause brauche, vor der offenen Tür im ersten Stock. Der Garten breitet sich vor mir aus. Unser Zaubergarten. Ich weiß bis heute nicht, wie ich vor vielen Jahren auf diesen Namen gekommen bin. 
 Ich denke an die Zeit, in der er zu mir gekommen ist.
Es war vor etwas mehr als 50 Jahren, ich war gerade 19 Jahre alt. Eine glückliche Fügung wollte es, dass ich für dieses Stück Erde die Verantwortung bekam. Es war eine ungepflegte Wiese mit einem kümmerlich gewachsenen Kronprinz Rudolf Apfelbaum und einem ebenfalls kümmerlich gewachsenen Zwetschgenbaum. Damals gab es auf diesem Grundstück unendlich viele Wühlmäuse, die Obstbaumwurzeln zum fressen gern hatten. Den anderen Baumgeschwistern, die vorher auch auf dieser Wiese gewohnt haben, hatten sie schon den Garaus gemacht.
Pflanzen und Blumen liebte ich schon immer. Nachdem unser Haus gebaut war, siedelten sich immer mehr Bäume und Pflanzen an. Da für Blumen kaufen das Geld fehlte, bekam ich von meiner Mutti, den Nachbarn usw. alles, was sie für mich übrig hatten. Der Garten begann zu leben und veränderte sich immerfort. Ich bin eigentlich ein sehr bescheidener Mensch.Was Pflanzen anbelangt, kann ich nicht genug bekommen. Das scheinen auch die Blumen zu wissen. Sie vermehren sich, was das Zeug hält  und die Vögel helfen ihnen dabei. Es gibt nämlich vieles, das auf einmal da ist, und man weiß nicht woher es gekommen ist.
So entwickelt sich der Garten immer weiter, fast ohne mein Zutun. Jetzt  stehe ich da und staune über die unglaubliche Vielfalt und das große Wunder der Schöpfung. Nachdem es mein großer Wunsch ist, dass es dem Stück Erde, das mir anvertraut ist, ganz, ganz gut geht und ich gerade eine wahre Explosion an Pflanzen, die aus der Erde quillt, sehen kann, stelle ich fest: es geht ihr gut! Sie freut sich, wie ich mich freue. Ich stelle fest, es ist ein Zaubergarten! Ich bin unsagbar dankbar dafür, ihn bewohnen und benützen zu dürfen!

Mittwoch, 3. Juni 2020

3.6.2020





Am 2.10.2019 und den folgenden Tagen habe ich die Geschichte einer mutigen, starken Nelke geschrieben. Ich habe sie damals nach ihren dramatischen Erfahrungen in das Hochbeet in unseren Garten eingepflanzt. Sehr lange hat sie gebraucht, um wieder zu Kräften zu kommen. Der Verrottungsprozess der morschen Äste am Boden des Hochbeetes, haben die Wurzeln gewärmt, um den Winter gut zu überstehen. Die Wühlmaus, die dem Hochbeet ab und zu einen Besuch abstattet, hat sie in Ruhe gelassen. Wahrscheinlich hatte sie keinen Appetit auf so einen Schwächling gehabt. Ich habe die Wühlmaus nie getroffen, aber die exakt kreisrunden Löcher gesehen, die sie gegraben hat. Am Durchmesser kann ich mir vorstellen, dass sie ein ziemlich rundes Bäuchlein haben muss.
Zum Glück alles gut überstanden. Heute haben wir uns das erste Mal ins Gesicht geschaut. Sie hat ein einfaches, wunderhübsches Gesichtchen. Wir haben uns beide gefreut. Auch die kleine Nelke. Sie kann es nicht mit Worten sagen, aber in ihrer Sprache. Sie hat mich mit ihrem himmlischen Duft umschmeichelt. Jetzt bleibt sie noch weiter in Gesellschaft von Kürbispflanzen und Kamille auf ihrem Platz.



Diese hübschen Glockenblumen haben sich selbst zu unserem Gartentürl gestellt, um zu läuten, wenn Besuch kommt.



1.4.2021

Gerade erleben wir eine ganz besondere und herausfordernde Zeit. Das gilt auch für den Osterhasen. Er hat Schwierigkeiten an die Eier der He...