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Wie aus unserem Grundstück ein Zaubergarten wurde! 17.7.2026

Wie aus unserem Grundstück ein Zaubergarten wurde!

Vor 51 Jahren, als wir mit dem Hausbau fertig waren, habe ich sofort begonnen einen Garten anzulegen. Einfach intuitiv, nicht nach einem bestimmten Plan. Da das Geld knapp war, habe ich dafür nichts eingekauft. Meine Mutti hat mir von ihrem Garten einiges abgegeben oder eine Nachbarin hat mir ab und zu etwas geschenkt, das bei ihr zu viel war. 

In der Natur war ich immer mit offenen Augen unterwegs und habe so manche pflanzliche Kostbarkeit gefunden, die ich mit Freude mitgenommen habe.
 Zum Beispiel unseren Waldgeißbart, der "Johannihansl", der genau zu Johanni blüht. Damals habe ich am Waldrand davon ein kleines Würzelchen aus dem Waldboden gezupft.
Mittlerweile bewohnen drei riesengroße Büsche unseren Garten, die eine unglaubliche Anzahl an Insekten anlocken.

Links Johannihansl 

So ähnlich hat es sich mit der Nachtkerze zugetragen. Von einem Schuttplatz habe ich eine kleine Pflanze in unserer Garten übersiedelt. Auf diese Weise kamen noch viele andere Pflanzen, wie Alant, Karde und die prachtvolle Königskerze zu uns. 

 
Nachtkerze 
Die Blüten öffnen sich am Abend

Auch die Vögel haben ihren Beitrag geleistet. 
Durch sie haben wir zwei große Büsche schwarzen Holunder, eine Berberitze und einen Pfaffenkapperlstrauch. Da ich bewusst die meisten Samenstände stehen lasse um den Pflanzen die Möglichkeit zu geben, sich weiter zu vermehren, ist eine unglaubliche Fülle an verschiedensten Pflanzen entstanden. 

Alant

Wir haben insgesamt sehr wenig gekauft, nur ab und zu ein Pflanzengeschenk zum Geburtstag bekommen. 
In dieser Weise hat sich der Garten fast selbst gestaltet. Ich bin der Meinung, dass alles was die Natur hervorbringt, zusammen passt. Ich liebe das Durcheinander und die Vielfalt der vielen Farben. 

Königskerze

Natürlich greife ich auch ein, wenn es irgendwie wo zu viel wird. 
Wenn eine stark vermehrende Pflanze sich so ausbreitet, dass sie eine andere nicht mehr gedeihen lässt. Unser Garten ist ständig in Verwandlung. Jedes Jahr eine Überraschung.

 Warum ich der Natur so einen großen Platz einräume? 
Weil für mich unser Garten ein großes Geschenk ist. Ich fühle dafür auch Verantwortung, wenn ich das Glück habe, ein Stück unsere Erde bewohnen, genießen und gestalten zu dürfen. Mein Bedürfnis ist es, "meinem" Stück der Erde, die Gelegenheit zu geben, möglichst vieles hervorzubringen, was sie mir schenken möchte und ihr dadurch eine Freude zu machen. 
Wenn ich jeden Morgen gleich nach dem Frühstück durch den Garten streife, die verschiedenen Blumengesichtchen in meine Hand nehme, meine Nase hinein stecke, die verschiedenen Düfte in mir aufnehme, überkommt mich eine große Dankbarkeit und Demut. 
Da weiß ich, die Erde freut sich! 

Liebe Grüße aus dem Zaubergarten
Resi




Mohn

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